Elektrisches Tuk-Tuk spart Kraftstoffkosten für den täglichen Arbeitsweg in Südostasien
Bangkoks Straßen sind immer ein einziges Chaos – unaufhörliches Hupen, wild umherfliegende Motorräder und das ständige Rattern der alten LPG-Tuk-Tuks. Somchai ist 42, fährt seit 15 Jahren Tuk-Tuk, und dieser Lärm, dieses Chaos? Früher bedeutete das eine enorme finanzielle Belastung. Doch seit er Anfang des Jahres auf ein elektrisches Tuk-Tuk umgestiegen ist, hat sich alles zum Guten gewendet – viel besser, viel besser, als er je erwartet hätte. „Ich spare nicht nur Benzin, wissen Sie?“, sagt er und wischt sich den Schweiß von der Stirn, während er in der Nähe eines belebten Marktes parkt. „Ich kann tatsächlich mehr von meinem Verdienst behalten. Es ist der Unterschied zwischen dem Gefühl, kaum über die Runden zu kommen, und dem Gefühl, meiner Familie Geld schicken zu können.“
Sagen wir es mal so: Traditionelle Tuk-Tuks sind seit jeher das gängigste Fortbewegungsmittel in südostasiatischen Städten. Doch im letzten Jahr, als die globalen Ölpreise auf über 90 Dollar pro Barrel stiegen, gerieten Fahrer wie Somchai unter enormen Druck. Treibstoff war nicht nur eine Ausgabe – er verschlang fast 40 % ihres Tagesverdienstes, und sie konnten nichts dagegen tun. Eine absolute Sackgasse.„Früher habe ich jeden Monat 6.000 Baht für Gas für mein altes Tuk-Tuk ausgegeben – das sind umgerechnet etwa 170 Dollar“, sagt Somchai und lehnt sich an sein elektrisches. „Das ist hier kein Kleingeld. Ich habe zwölf Stunden am Tag, sechs Tage die Woche gearbeitet und hatte trotzdem kaum genug für Miete und Essen, geschweige denn für Notfälle. Ein Freund erzählte mir von elektrischen Tuk-Tuks, und ich war ehrlich gesagt skeptisch. Ich dachte, die wären klapprig oder das Aufladen wäre total umständlich. Aber ich war verzweifelt – ich hatte keine andere Wahl – also habe ich es einfach mal versucht.“
Dann kam das elektrische Tuk-Tuk auf den Markt – und ich kann Ihnen sagen, das hat alles verändert. Ganz einfach. Somchai entschied sich für ein TukTuk Electric, eines der ersten elektrischen Dreiräder für den Fahrdienst in Thailand. Er sagt, er habe den Unterschied schon am ersten Tag gespürt.
„Früher musste ich mindestens zweimal täglich an der Tankstelle anhalten, Schlange stehen und Zeit verschwenden, die ich hätte nutzen können, um Geld zu verdienen. Und jetzt? Ich lade mein Tuk-Tuk über Nacht zu Hause auf. Kostet nur 80 Baht – weniger als 2,50 Dollar – und das reicht für einen ganzen Fahrtag, etwa 120 km. Kein Warten mehr, kein Benzingeruch mehr auf dem Heimweg. Und die Ersparnis? Wahnsinn! Absolut Wahnsinn!“
Schauen wir uns die Zahlen mal ganz genau an – keine komplizierten Tabellen, sondern einfach das, was Somchai mir erzählt hat. Mit seinem alten LPG-Tuk-Tuk gab er monatlich 6.000 Baht für Benzin aus, plus weitere 1.200 Baht für Wartung – Ölwechsel, Zündkerzen, Motorreparaturen, all das. Insgesamt? 7.200 Baht, umgerechnet etwa 205 Dollar. Und jetzt mit dem Elektro-Tuk-Tuk? Er gibt monatlich 1.400 Baht fürs Aufladen aus und nur 300 Baht für die Wartung – Elektromotoren haben viel weniger Teile, die kaputtgehen können, verstehst du? Das sind insgesamt 1.700 Baht, maximal 48 Dollar. Er spart also 5.500 Baht im Monat, 155 Dollar. Das ist richtiges Geld – Geld, das er tatsächlich ausgeben kann und nicht einfach für Benzin verprasst.Und das betrifft nicht nur Thailand. Ich habe mit Fahrern in ganz Südostasien gesprochen, und ihre Geschichten ähneln sich sehr. Derselbe Kampf, dieselbe Erleichterung, sobald sie auf Elektrofahrzeuge umsteigen.
Die Kraftstoffeinsparungen sind enorm, doch das ist noch längst nicht alles. Elektro-Tuk-Tuks sind in der Reparatur weitaus günstiger. Man stelle sich nur vor: Elektromotoren verfügen über 90 % weniger bewegliche Teile als jene alten Benzinmotoren. Das bedeutet: keine Ölwechsel mehr, kein Austausch von Zündkerzen oder Auspuffanlagen. Das spart spielend leicht Hunderte von Dollar pro Jahr – Geld, das in den eigenen Taschen bleibt und nicht beim Mechaniker landet.Und im Gegensatz zu den Benzinpreisen, die wie eine Achterbahn auf und ab gehen – mal sind sie wochenlang niedrig,Im nächsten Moment schießen die Preise in die Höhe – hier bleiben die Strompreise ziemlich stabil. Autofahrer können besser planen, weil sie genau wissen, wie viel sie monatlich fürs Laden ausgeben müssen. Sie müssen nicht mehr morgens von Nachrichten über steigende Ölpreise hören und sich Sorgen machen, wie sie die Spritkosten bezahlen sollen. Das ist eine große Erleichterung.
Da ihre Kosten niedriger sind, können viele Fahrer ihre Fahrpreise etwas senken und trotzdem mehr verdienen. Das bedeutet mehr Kunden – und die Leute sparen gern bei Fahrten. „Früher habe ich 50 Baht für eine kurze Strecke verlangt“, sagt Somchai. „Jetzt nehme ich 45 und habe deutlich mehr Fahrten als vorher. Die Kunden sagen, sie bevorzugen mein elektrisches Tuk-Tuk, weil es leise und sauber ist. Keine Abgase mehr, kein lautes Klappern. Eine Win-win-Situation für alle.“






